Über MOOs

 

Den Kern von Dreistadt bildet ein sogenanntes MOO. MOO steht für "Multi-User Domain, Object-Oriented" und bezeichnet eine virtuelle Realität auf Textbasis. Auf Textbasis bedeutet, daß die virtuelle Landschaft und das Leben, das sich in ihr abspielt, per Text vermittelt werden. So wird die Infrastruktur von Dreistadt als (textuelle) Orts- oder Raumbeschreibung angezeigt. Objekte, d.h. Dinge, die sich in der Landschaft befinden, erscheinen ebenfalls textuell. Wenn Leute sprechen, ist dies ein textuelles Sprechen, d.h. man unterhält sich über die Tastatur seines Computers. Dasselbe gilt auch für Handlungen, die jemand ausführt: sie erscheinen als Beschreibungen auf dem Bildschirm.

Der textuelle Grundmodus in Verbindung mit der Möglichkeit, persönliche Räume selbst zu gestalten und Leute von "überall" zu treffen, machen MOOs für den (Fremd-)Sprachenunterricht äußerst attraktiv.

Unser Dreistadt-MOO ist gleichzeitig auch ein Web-Server. Dies ermöglicht es, die virtuelle Landschaft grafisch anzureichern. Ein Raum wird so zu einer Web-Seite, die man entsprechend ausschmücken kann. Objekte können beispielsweise als Icons erscheinen. Es läßt sich auch beliebiger Multi-Media-Inhalt des Internets (Real Audio/Video etc.) integrieren.

Die Implementierung der graphischen "point-and-click"-Oberfläche "enCore Xpress" 1999 eröffnet neue, intuitive Bedienungsmöglichkeiten. Zusammen ergibt sich ein höchst leistungsfähiges Konferenz-System und eine äußerst flexible Kurs-/Gruppen-Software.

MOOs - d.h. ihre Ahnen, die MUDs - entstanden ursprünglich als Abenteuer/Phantasy-Spiele. Heute finden sie in Ausbildung, Forschung sowie als kulturell-soziale Foren breite Anwendung.


(Strukturskizze)

8/99 C.Jopp
bearbeitet 05/01 Till C. Lech