Dreistadt dynamisch

 

Dies ist ein kleines Handbuch zu allem, was wichtig ist, wenn du in Dreistadt kommunizieren, handeln und Objekte bauen willst. Es kann stichpunktartig als Nachschlagewerk dienen, ist aber geschrieben als zusammenhängende Einführung.

 

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    Die Befehle schau, lies und betrachte
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    Der Befehl geh
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    Sprechen
    Gestik und Mimik
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    Die Befehle wer, jemanden anrufen, besuchen
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Persönliche Einstellungen
    Der Befehl Einstellungen
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Objekte bauen
    Der Befehl baue
    Weitere Befehle (Inv, Besitz, nimm, leg hin, suche, vernichte, umbenennen)
Dokumente
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Räume anlegen
    Der Befehl grabe
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Übersicht aller Befehle

 

[ am Anfang] [sich orientieren/bewegen] [kommunizieren] [Persönliches] [Objekte bauen] [Dokumente] [Räume anlegen]

Am Anfang...

 

Wenn du dies hier liest, hast du dich wahrscheinlich schon ein wenig in der "Cyberstadt" Dreistadt umgeschaut - und zwar durch den Web-Browser. Vom zentralen Dorfplatz aus konntest du dich einfach über die blauen Hyperlinks in die einzelnen Räume klicken und dort die Objekte anschauen, dann wieder zurückkehren, in einen anderen Raum gehen und so weiter. Wir hoffen, daß dir die kleine Stadtrundfahrt gefallen hat. Doch mal ganz ehrlich: Klicken und Surfen - das kann man doch eigentlich überall im Internet...

Dir steht der Sinn nach mehr? Wie wäre es, wenn du dir selbst einen Raum in Dreistadt bauen könntest, den du beschreibst und einrichtest und der automatisch zu einer Web-Page würde? Oder wenn du in Dreistadt aktiv einsteigen und andere Leute treffen könntest? Mit ihnen könntest du dich (schreibend) unterhalten, und die Objekte, die sie gebaut haben, ausprobieren. In der Gaststätte gibt es zum Beispiel deutsches (Cyber-)Bier...
Wie das möglich sein soll?

 

Das Dreistadt-MOO

Dazu zwei-drei Sätze Technisches. Die Web-Seiten, die du durch den Browser betrachtet, werden von einem sog. MOO (Multi-User Domain, Object Oriented; sprich: muh) erstellt. Das MOO ist auf unserer Maschine in Bergen installiert und fungiert als Web-Server. In das MOO kannst du einsteigen. Auf diese Weise wird es möglich, selbst Texte zu schreiben, Objekte zu bauen und andere zu Leute treffen.

 

Client-Programme

Du brauchst neben deinem Web-Browser ein sog. Client-Programm. Die einfachste Lösung ist dabei der Java-Client "Surf&Turf". Dieses Zusatzprogramm kannst du direkt von deinem Browser aus starten. Dazu klickst du einfach auf die Option "Surf&Turf" auf der Dreistadt-Einsteige-Seite. Der Client erscheint in einem neuen Fenster.

Leider gibt es hierbei "Kleingedrucktes", sprich Einschränkungen. Wer das Betriebssystem Windows 3.11 (oder niedriger/DOS) auf seinem Computer installiert hat, wird den Surf&Turf-Client nicht benutzen können. Weiter ist es von Vorteil, eine kräftige Maschine zu haben. Sonst werden die Antwortzeiten schnell zu einer Geduldsprobe.

Eine weitere Möglichkeit ist, ein separates Client-Programm auf seinem Computer zu installieren. Es gibt eine Vielzahl davon, und alle sind gratis erhältlich. Siehe dazu die Links auf der Client-Seite. Unsere Praxis hat gezeigt, daß die Wahl eines separaten Client-Programmes wegen der Zuverlässigkeit, schneller Antwortzeiten und komfortabler Editier-Funktionen diejenigen erstklassig bedient, die viel kommunizieren und konstruieren möchten.

 

Es ist soweit

Ob über Surf&Turf oder einen separaten Client, du wirst auf jeden Fall zuerst den Dreistadt-Einsteigebildschirm angezeigt bekommen. Dieser sieht so aus:

 

 

Du bekommst hier auch die möglichen Befehle angezeigt. Beim ersten Mal steigst du am einfachsten als Gast ein. Schreib dazu in die Befehlzeile einsteigen Gast. Das MOO fragt dich dann nach deinem Namen.

Wenn du "Dreistädter mit festem Wohnsitz" werden möchtest, weil du öfter mal reinschauen, Dich mit anderen treffen und eigene Räume und Objekte bauen willst, solltest du einen eigenen Zugriff mit Passwort beantragen. Dies geht zügig (zwei bis drei Tage) und problemlos auf dieser Seite. Hast du dein Passwort erhalten, schreibst du folgendes in die Befehlzeile.

Wichtig ist, daß das System an dieser Stelle aus Sicherheitsgründen zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheidet.

  

Der Dorfplatz

Nach geglücktem Einstieg landest du automatisch im Zentrum von Dreistadt, dem Dorfplatz. Du kennst ihn schon von deiner Dreistadt-Besichtung durch den Web-Browser. Dieser Platz ist Dreh- und Angelpunkt des Stadtlebens. Von hier aus kann man am einfachsten zu allen anderen Orten und Gebäuden gelangen. Durch den Client sieht seine Darstellung so aus:

 

 

Wie Du siehst, gibt es hier keine bunten Bilder mehr, sondern "nur" Text, Text und Text. Inhaltlich siehst du dasselbe wie durch den Browser, nur das alles textuell dargestellt wird. Das Schirmbild gliedert sich in folgende Teile (von oben):

 

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Sich in Dreistadt orientieren

 

 

 

Sich bewegen

Wie man sich in der virtuellen Dreistadt umherbewegen kann, wurde bereits oben angedeutet: In der unterste Zeile des schau-Schirmbildes stehen die möglichen Ausgänge aufgelistet. Diese sind versehen mit einer Abkürzung. Um in den gewünschten Raum zu gelangen, schreibt man lediglich die Abkürzung des gewünschten Raumes in das Eingabefenster. Vom Dorfplatz aus gelangt man also beispielsweise mit dem Befehl UNI in die Universität. Ist man in der Universität angelangt, kann man beispielsweise mit SEM1 in den Seminarraum 1 gelangen, usw. Will man zurück, so kann man entweder die Abkürzung für den Raum, aus dem man gekommen ist, eingeben, oder einfach raus. Dann geht man automatisch einen Schritt zurück in Richtung Dorfplatz. Schreibt man mehrmals raus, kommt man zurück auf den Dorfplatz.

 

 

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Kommunizieren

Die vielleicht zentralste und dynamischste Aktivität ist das Kommunizieren. In Dreistadt kann man sowohl sprechen als auch Gestik und Mimik übermitteln. Alles natürlich verbal, d.h. das Sprechen ist eigentlich ein Schreib-Sprechen, denn man muß seine jeweilige Äußerung über die Tastatur eingeben. Gleiches gilt für Gestik und Mimik.

 

 

 

Mit anderen Kontakt aufnehmen

 

 

Zur Zeit befinden sich in Dreistadt: 5 Personen.
Name

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Wie lange?

---------------------

Inaktiv

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Wo?

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Frank (#131) 2 Stunden 0 Sekunden Gaststaette
Carsten (#140) 3 Stunden 17 Minuten Dorfplatz
Haavard (#144) 48 Minuten 17 Minuten Haavards Buero
Martina (#236) 36 Minuten 5 Minuten Werkstatt

 

 

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Persönliche Einstellungen

 

Eins der spannendsten Dinge in Dreistadt ist es, seine eigene Identität aufzubauen. Dies kannst du tun, indem du dir eigene Dinge und Räume baust, die dich im "Cyberspace" unverwechselbar machen. Am direktesten aber gibt man sich wohl durch seine eigene Beschreibung eine Identität. Dies ist der Text, den andere sehen, wenn sie dich anschauen ('schau Martina') oder im Browser auf dein icon klicken.

Um dich zu beschreiben, benutzt du das "Einstellungen"-Menü. Schreib dazu einfach '
Einstellungen'. Es erscheint folgendes Menü:

Wähl die 3, drück EINGABE, und dann kannst du loslegen!

Wie du siehst, kann man mit diesem Menü so ziemlich alles einstellen. Unter Auswahl 5 kannst du deine Interessen eingeben, so dass andere dich direkt darauf ansprechen können.
Auswahl 8 ("Move Message") ist die Nachricht, die die anderen angezeigt bekommen, wenn du den Raum verläßt.
Auswahl 9 und 10 sind technische Angaben: Mit "Word Wrap" (9) auf "on" passt sich die Zeilenlänge automatisch der Bildschirmbreite an. "Page Length" (10) regelt, wie viele Zeilen auf einmal auf dem Bildschirm erscheinen.

 

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Objekte bauen

 

Bei deinen bisherigen Besuchen in Dreistadt hast du sicherlich all die tollen Dinge bewundert, die sich andere gebaut haben: Dokumente, Tafeln, Archivschränke, oder sogar Fahrräder, Bilder und Kassettenrekorder. Viele Dreistädter haben sogar ihren eigenen Wohnsitz im Wohnviertel, den sie selbst ausbauen und gestalten können. - "Das will ich auch...!" hast du dir gedacht. Kein Problem.

Doch der Reihe nach. Zuerst erklären wir dir, wie du ein Objekt baust. Danach erfährst du, was zu tun ist, um deinen eigenen Raum anzulegen. Und dann... weißt du alles Notwendige, um WIRKLICH loslegen zu können!

Ein Objekt bauen

Wir sind in Dreistadt in einer simulierten Welt, und da ist es klar, dass das "Bauen" keine physisches Bauen ist, sondern dass die Objekte als Text entstehen und evt. mit einem Bild versehen werden können. Zugegeben, ein Dreistadt-Butterbrot macht nicht satt, und mit dem oben versprochenen Fahrrad kann man nur schwerlich morgens zur Arbeit radeln. Aber sonst haben die virtuellen Objekte eigentlich nur Vorteile: die "Baukosten" sind gering, nämlich gratis. Oder kannst du dir sonst irgendwo eine "Villa" leisten?! Das einzige, was deinen Schaffensdrang in Dreistadt begrenzt, ist deine Fantasie!

Die Auswahl 1 ("Ein Ding") ist das allgemeinste aller Objekte. Es ist so eine Art Grundbaustein, der keine besonderen Eigenschaften besitzt. Allen anderen anderen Objekte haben noch zusätzliche Funktionen: ein Behälter zum Beispiel (Auswahl 2) hat die Eigenschaft, dass man etwas hineinlegen kann, ein Dokument (Auswahl 3) kann man mit Text versehen und an eine Pinnwand (6) kann man etwas heften.

Wenn du dir nun ein Objekt baust, bekommst du eine Kopie des von dir ausgewählten Objekts. Das kopierte Objekt kannst du verändern, anpassen, erweitern und beschreiben, wie du willst. Für unsere Espressomaschine wähle ich die Auswahl 1 ("Ding"), weil sie am besten passt. Wollte ich zum Beispiel einen Küchenschrank bauen, hätte ich die Auswahl 2 ("Behälter") gewählt, denn dann hätte das neue Objekt die wichtige Eigenschaft geerbt, andere Objekte in sich aufnehmen zu können.

Das Konstruktionsmenü fragt nach unserer Wahl (1-16), und dann läuft ein kleiner Dialog wie folgt ab:

 

 

Wie du siehst, hast du nun ein Objekt mit dem gewünschten Namen. Das System hat ihm ferner eine Objektnummer zugeteilt (#1216). Diese ist sehr wichtig: Alles in Dreistadt (Räume, Dinge, sogar die Personen) sind innerhalb des Systems Objekte, die sich durch ihre individuelle Nummer voneinander unterscheiden. Zwei Objekte können durchaus den gleichen Namen haben, aber nie die gleiche Objektnummer. Die Objektnummer kann immer anstelle des Namens eingegeben werden, was in der Praxis oft von Vorteil sein kann, wenn nämlich zwei Objekte verwechselbare oder identische Namen haben.

Wo befindet sich das neue Objekt?
Jedes neue Objekt, das du baust, wird in deine (virtuelle) "Jackentasche" gelegt. Diese kannst du einsehen mit dem Befehl
'Inv' (für "Inventar"). Du siehst eine Liste mit allen Objekten, die du "bei dir hast", darunter auch das neue Objekt.
Mit dem Befehl '
Besitz' bekommst du eine Liste aller Objekte angezeigt, die einmal gebaut hast und deshalb besitzt, also auch die, die du gerade nicht bei dir hast.

Was mache ich mit meinem neuen Objekt?
Nun, du kannst es beschreiben, mit WWW-Bildern versehen oder kleine Programme (scripts) dafür schreiben, die eine Funktion ausführen (zum Beispiel die Funktion "trink" für Cyberbier; es rollt dann ein Script auf dem Bildschirm ab, das anschaulich darstellt, wie man das Bier trinkt).
Grundlegender aber sind folgende Befehle:

 

Weitere Objektbefehle

Folgende Befehle sind sehr nützlich.

 

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Dokumente

Dokumente sind auch "normale" Objekte. Da das Anlegen, Bearbeiten, Lagern und Veröffentlichen von Texten eine typische "Web-Tätigkeit" ist, haben wir eine kleine Artikelsammlung dazu ausgearbeitet. Sie liegt in der Dreistadt-Bürgerhilfe.

 

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Räume bauen

 

In Dreistadt gibt es das Wohnviertel, und dort können sich alle Dreistädter ihr eigenes Domizil aufbauen. Gehe zuerst in eine der drei Straßen des Wohnviertels, in denen du wohnen möchtest. Dies ist entweder der Thomas-Mann-Platz, die Ingeborg-Bachmann-Straße oder die Heinrich-von-Kleist-Allee. Dort angekommen, schreibst du einfach in die Befehlszeile: Raum.
Dann wird automatisch ein Raum für dich gebaut. Du wirst nach dem Namen gefragt, und da kann man ja seiner Fantasie freien Lauf lassen...

Der Raum-Befehl gibt dir leider keine Gelegenheit, das Genus zu definieren. Das System setzt automatisch Neutrum, und das paßt ja bei einer "Villa" oder einer "Hütte" nicht so gut. Um das zu ändern, kannst du den Befehl umbenennen benutzen (siehe vorigen Abschnitt), indem du schreibst: 'umbenennen Villa zu Villa', und dann bekommst du die Möglichkeit, das korrekte Genus Femininum einzugeben

In deinen Raum kannst du alle deine Objekte legen, oder neue bauen und den Raum nach einem Thema ausschmücken, oder oder... Jeder Raum ist auch gleichzeitig ein Home-Page. Die Adresse ist: http://cmc.uib.no/7001/<Objektnummer>. Du erfährst die Objektnummer deines Raumes indem du schreibst: betrachte here , wenn du dort bist ("here" steht für "hier", es ließ sich leider nicht übersetzen)


Weitere Räume bauen

Ein eigener Raum... nicht schlecht. Doch du möchtest nun gerne weitere Räume bauen, die von deinem Raum aus zu erreichen sind, so dass sich eine Wohnung oder gar eine ganze kleine Stadt ergibt. Auch kein Problem. Hier wird nun etwas Konzentration nötig, um die Befehle in der richtigen Syntax einzugeben.

Du bist also in deinem Raum, der, sagen wir, Werkstatt heißt. Wie an jedem Arbeitsplatz möchtest du dich natürlich ausruhen, und deshalb willst du dir ein Schlafzimmer bauen.

Von der Werkstatt soll ein Ausgang mit der Abkürzung SCH ins Schlafzimmer führen. Vom Schlafzimmer aus soll der Ausgang WS zurück zur Werkstatt führen. Um dieses alles in einem Befehl auszuführen, schreibst du folgendes:

Wie uns das System mitteilt, wurden mit dem einen Befehl drei Operationen ausgeführt: das Schlafzimmer wurde gebaut und zwei Ausgänge, einer von der Werkstatt ins Schlafzimmer und einer zurück.
Wichtig: die Ausgänge haben auch Objektnummern, sind aber keine Räume. Notier dir am besten alle neuen Räume und Ausgänge mit ihren Objektnummern auf einem Blatt Papier, einem Bauplan, dann ist es hinterher leichter, Korrekturen durchzuführen. Missglückte Versuche kannst du einfach vernichten (
vernichte <Objektnummer>)

Den Befehl 'grabe' kannst du auch mit weniger Parametern verwenden. Dann mußt du aber die fehlenden Ausgänge nachträglich "graben":

 

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19.12.98 - C. Jopp